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LXXII. MSKnD – Geheimcode oder was?

(Biwa/POL) Miedzynarodowego Splywu Kajakowego na Dunajcu – kommt Euch das polnisch vor? Das ist es auch.

Wasserwanderer und Liebhaber von Wildwassertouren wissen, wovon die Rede ist, nämlich vom Internationalen Kanuwettkampf auf dem Dunajec in Polen. Und wer schon einmal dabei war, will irgendwann wieder hierher! So ging es uns beiden. Nach 27 Jahren war es endlich mal wieder Zeit und wir wurden nicht enttäuscht. Vom 30. Mai bis 02. Juni 2013 fand also die 72. Auflage dieser beliebten Tour auf dem Nebenfluss der Weichsel statt.

Dunabefahrung in Polen  | Foto: Familie Warstat

29.05.2013:
Alle 190 Starter trafen sich auf einem Zeltplatz in Kroscienko n/Dunajcem und nahmen ihre Startnummern für den dreitägigen Vielseitigkeitswettbewerb in Empfang. Da vom offenen Wander-Canadier über Plaste- und Faltboot-Wandereiner- und -zweierkajaks bis zu „Spielbooten“ alles vertreten war, wurde in diversen Kategorien gewertet.

30.05.2013:
Autoanreise nach Nowy Targ, Eröffnung der Paddeltour in einem Park neben der Eissporthalle und endlich wurden die Boote zu Wasser gelassen. Diese Etappe führte alle von Nowy Targ nach Mizerna. Die 23 km sollten möglichst in einem Zeitfenster von 120 bis 180 Minuten erpaddelt werden. Dafür wurden 20 Punkte vergeben. Bei Unterschreitung oder langsamerem Paddeln gab es Punktabzüge. Am Ziel nach der verregneten Etappe auf einem Fluss mit leichtem Wildwasser, zwei Umtragestellen und dem Beginn des Stausees gab es eine kräftige, wärmende Suppe. Die Boote wurden per Auto zum Startpunkt des nächsten Morgens nach Sromowce Wyzne gebracht und dort in einem „Käfig“ eingeschlossen.

31.05.2013:
Busfahrt zu besagtem Käfig, Wind, mehr oder weniger aufgeregte Kanuten vor dem Start, der im Dreiminutenabstand mit jeweils sechs Booten stattfand – so begann der Tag. Die Zeit der ersten 9 km des heutigen Dunajec-Abschnitts wurde gestoppt und ging in die Wertung ein. Vorbei an kleinen Orten bei relativ niedrigem Wasserstand bezwangen wir ohne große Anstrengung aber mit viel Aufmerksamkeit wegen der Steine und Stromschnellen den Weg zum Ziel der Zeitfahretappe in Sromowce Nizne. Vor wunderschöner Kulisse zwischen Bergen gegenüber dem Roten Kloster (Cerveny Klastor) gab es auf polnischer Seite des Flusses eine Mittagspause. Ab hier ist der Dunajec Grenzfluss zwischen Polen und der Slowakei. Inzwischen war auch die Sonne hervor gekommen und die vorbeiziehenden Floße sahen gleich bunter aus. Diese sollten uns auch auf dem kommenden Stück des Pieninen-Durchbruchs begleiten. Viel zu schnell war dieser Teil der heutigen Etappe vorbei an den „Drei Kronen“, den „Sieben Mönchen“, dem „Schneckenfels“, dem „Adlerhorst“ und anderen Felsen über Kaskaden, Stromschnellen und Schwalle gemeistert. Szaczawnica kam in Sicht, die Flößer beendeten ihre Tour und wir beendeten die unsrige wenige Zeit später in Kroscienko.
Für die Paddler, die sich für das „Sportprogramm“ entschieden hatten, stand am Abend noch ein kleiner Slalom auf dem Programm. Dafür gab es wieder eine Wertung. Zuschauer gab es nicht nur am nahe gelegenen Ufer, sondern auch von der Insel aus.

01.06.2013:
Große Aufregung bei den Zwickauer Sportfreunden vor dem Start. Es erinnerte fast an einen Kinderwettkampf. Und schon begann die Wettfahrt per Paddelschlag nach Wietrznice. Kommt dieser Ort den Slalom-Kanuten bekannt vor? Ja hier befindet sich eine künstliche Slalomstrecke von internationaler Bedeutung. Diese durften wir allerdings nicht befahren, wir blieben auf dem Wildwasser des Dunajec! Die 13 km, bei denen wieder die Zeit gemessen wurde, waren Dank schnellen Wassers und kleiner Stromschnellen zügig befahren und ohne Pause ging es weiter bis ans Ziel nach Lacko. Schade, die insgesamt 70 km auf dem Dunajec liegen schon hinter uns. Nur die Siegerehrung wartet noch auf alle Teilnehmer.

02.06.2013:
Den nächsten Tag – schon nicht mehr im Rahmen der LXXII. MSKnD nutzten wir zu einer Wanderung über die „Drei Kronen“ nach Sromowce Nizne. Hier überquerten wir die Brücke und wanderten am Ufer des Dunajec durch das Durchbruchstal. Eine andere Sicht, nicht weniger beeindruckend begeisterte uns. Und so erreichten wir Szczawnica und schließlich Kroscienko.

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